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Inarah. Istitut zur Erforschung der frühen Islamgeschichte und des Koran

Inârah. Institut zur Erforschung der frühen Islamgeschichte und des Koran. Inârah Institute for Research on Early Islamic History and the Koran“ mit Sitz in Saarbrücken wurde als gemeinnütziger Verein 2007 gegründet. In der arabischen Sprache kann inârah soviel wie „Aufklärung“ bedeuten ­– dieses Verständnis ist hier gemeint –, daneben gibt es auch die Bedeutung „Erleuchtung“ (sowie im Alltagsleben „Lampengeschäft“).

Ziel der Vereinigung ist es, Forschungen zur frühen Islamgeschichte und zur literarischen Eigenart und Theologie des Koran auf der Basis historisch-kritischer und philologisch über die Arabistik hinaus vertiefter philologischer Forschungen zu fördern.

Wissenschaftler aus aller Welt sollen zu diesen Forschungen angeregt, auf Tagungen und durch gemeinsame Publikationen mit einander bekannt gemacht und zu wissenschaftlichen Diskussionen veranlasst werden. Weil die koranische Bewegung in einem Umfeld entstanden ist, in dem zahlreiche Religionen, religiöse Sonderbewegungen, Sprachen, soziale und politische Umwälzungen eine Rolle spielten, arbeiten in Inârah nicht nur Kenner der arabischen Philologie mit, sondern darüber hinaus auch der Semistik und Indogermanistik sowie Religionswissenschaftler, Theologen, Epigraphiker, Numismatiker, Rechtshistoriker und Hispanisten.

Im März 2012 hat Inârah zur Unterstützung seiner Aktivitäten ein beratendes Kuratorium eingerichtet

Bisher hat Inârah drei internationale und interdisziplinäre islamwissenschaftliche Symposien jeweils im März 2008, 2010 und 2012 an der Europäischen Akademie Otzenhausen/Saarland, zusammen mit der Arbeitsstelle Religionswissenschaft der Universität des Saarlandes und der genannten Akademie durchgeführt und sechs Sammelbände publiziert:

  • Karl-Heinz Ohlig / Gerd-Rüdiger Puin (Hg.), Die dunklen Anfänge. Neue Forschungen zur Entstehung und zur frühen Geschichte des Islam, Verlag Hans Schiler: Berlin 2005, 408 S.

Amerikanische Übersetzung: Karl-Heinz Ohlig / Gerd-R. Puin (Hg.),The Hidden Origins of Islam, Pometheus Books, Amherst, New  York 2010, 405 S.


  • Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Der frühe Islam. Eine historisch-kritische Rekonstruktion anhand zeitgenössischer Quellen, Verlag Hans Schiler: Berlin 2007, 666 S.

  • Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Schlaglichter. Die beiden ersten islamischen Jahrhunderte (Inârah. Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran, Bd. 3), Verlag Hans Schiler: Berlin 2008, 617 Seiten.

  • Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Vom Koran zum Islam (Inârah. Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran, Bd. 4), Verlag Hans Schiler:Berlin 2009, 721 S.

  • Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Die Entstehung einer Weltreligion I. (Inarah. Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran,      Bd. 5), Verlag Hans Schiler: Berlin 2010, 490 Seiten.

  • Markus Groß / Karl-Heinz Ohlig (Hg.), Die Entstehung einer Weltreligion II. (Inarah. Schriften zur frühen Islamgeschichte und zum Koran,      Bd. 6), Verlag Hans Schiler: Berlin 2012, 820 Seiten.

Aus dem Umfeld von Inârah sind, außer zahlreichen Aufsätzen in wissenschaftlichen Sammelbänden und Zeitschriften, zwei weitere Monographien hervorgegangen:

  • Christoph Luxenberg, Die syro-aramäische Lesart des Koran. Ein Beitrag zur Entschlüsselung der Koransprache, Berlin 1. Aufl. 2000, 3. Aufl. 2007; englische Übersetzung 2007.

  • Karl-Heinz Ohlig, Weltreligion Islam. Eine Einführung. Mit einem Beitrag von Ulrike Stölting, 381 S., Matthias-Grünewald-Verlag: Mainz und Edition Exodus: Luzern 2000.

 
INÂRAH und der moderne Islam

Das Anliegen von INARAH ist rein wissenschaftlich und könnte zusammengefasst werden als die Etablierung der historisch-kritischen Methode in den Islamwissenschaften. Sollte dies letztendlich dem Entstehen einer Aufklärung im Islamischen Kulturkreis förderlich sein, so wäre dies nur ein Nebeneffekt unserer Forschung, wenn auch ein erfreulicher. INARAH verfolgt keine politischen oder missionarischen Ziele. Die Mitglieder vertreten zudem ein breites Spektrum an wissenschaftlichen Disziplinen und weltanschaulichen Ansichten.

Allen gemeinsam ist jedoch die Verpflichtung zu den Standards moderner philologischer und historischer Forschung.

 
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